Edaurd Hanslick als Symbol jener, die zu verfluchten Figuren der Geschichte werden! Er, der den Bruckner so sehr und so systematisch gequält hat, so dass bei ihm zu seinem "Trauma" geworden war, wird bei Nietzsche, obwohl sich die beiden (Nietzsche und Bruckner) allem Anschein nach nicht kannten, folgendermaßen verurteilt: "Auch die Kleinen wollen ein Publikum, aber sie suchen es durch unkünstlerische Mittel, etwa Presse, Hanslick usw." (Nachgelassene Fragmente, 1875, 5 [134])
Tragisches Bewusstsein
Bruckner und das nicht nur musikalisch-kompositorische sondern auch theoretische Bewusstsein der ursprünglichen affektiven Einheit von Freude und Trauer: "Die Polka [der 3. Sinfonie, des 4. Satzes] bedeutet den Humor und Frohsinn in der Welt - der Choral das Traurige, Schmerzliche in ihr", zitiert nach Renate Ulm (Hrsg.): Die Symphonien Bruckners: Entstehung, Deutung, Wirkung, p. 107
Geschlechtsübergreifend!
Die Weiblichkeit und die spezifische Geschlechtstranszendenz: Eine Frau bringt sowohl Frauen als auch Männer zur Welt, während ein Mann weder Männer noch Frauen zur Welt bringen kann!
Tragische Unterschiede
Ein großer tragisch-phänomenologischer Unterschied: Tod als Erlösung und Tod als Rettung! Der erste als der allgemeine Charakter der Befreiung hat kein objektives Korrelat, der zweite schon! Und wieder ein großer Unterschied zwischen Tod als Rettung vor einem singulären bestimmten Gegenstand und Tod als Rettung vor einem kategorialen unbestimmten Gegenstand!
Bruckners Dialektik!
Bruckner und die musikalische Übersetzung von dem mystischen Moto "âsheq-e eshq shodan" (sich in die Liebe verlieben)!
Ewig wie die Ewigkeit!
Jeder Schritt eine Bedeutung,
Jeder Blick ein Wort,
Jeder Satz eine Sprache,
Die Semantik des Seins,
Die ewige Frau!
Schwärzer als schwarz!
Die Problematik des transzendentalen Bewusstseins: die schwarze Materie als die unsichtbare in sich ewig kollabierte Materie, der kein Seiendes auch kein Denkendes entkommen kann, entkommt selbst dem Denken nicht, wird zu einem Seienden wie alle anderen, indem sie von dem Denken begrifflich als Materie gedacht wird.
Was ist die Phänomenologie?
Die Phänomenologie ist keine philosophische Begrifflichkeit, sondern eine einzigartige phänomenologische Empfindlichkeit, was ihr nicht nur ihre ganze weltbeschreibende Kraft verschafft, sondern ihr ebenso ihren Fortbestand im Sinne eines offenen Zukunftshorizonts verleiht. Hat man diese Empfindlichkeit nicht, diese gewissermaßen einzigartige phänomenologische Objektivierungsfähigkeit, bleibt man dann in den sich ewig wiederholenden Begrifflichkeiten.
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