Abgesehen von der neutralen und stumpfen Herangehensweise von Sachbearbeitern und einfachen Beamten an der Welt, abgesehen von der kreativen Aufrechterhaltung sowie Verbesserung der organisch-technischen Welt durch Ärzte und Ingenieure und abgesehen von der deskriptiv-pädagogischen Aufgabenstellung von Künstlern, Wissenschaftlern, Lehrern und Philosophen, findet eine merkwürdige Selbstverweltlichung in Form einer projektiven Erweiterung seiner eigenen Tätigkeit in manchen Berufen statt: Ein (Gefängnis)Wächter sieht, sucht und will die Welt als (Gefängnis und) Schutzmaterie gegen eine vermeintliche Bedrohung, ein Polizist als Tatort, ein Journalist als Benachrichtigungspotenzial, ein Händler als Waren- und Gewinntransfer, ein Geistlicher als heilige Auslegung und Umsetzung des Ausgelegten, ein Psychologe als psychische Anomalität und krankhafte Abweichung des Normalen.     
Ex negativo glücklich! Nicht nur in dem, was wir haben oder tun können, sondern auch in dem, was wir nicht haben oder nicht tun müssen, haben wir unser Glück: Ein Glück, keine Krankheit, keine Schulden oder keine beschissene Familie zu haben; Und ein Glück, nicht jeden Tag im Stau stehen, nicht unter einer Diktatur leben oder aufgrund des Arbeitserhaltes nicht jedem in den Hintern kriechen zu müssen!
Die Verkörperung der weiblichen Schönheit in manchen Jungs und die Zuneigung zu den Jungs als Zuneigung zu dieser Erscheinung der weiblichen Schönheit oder vielmehr zu deren Erinnerung. Kaum einer verstand Thomas Mann an diesem Punkt in Tod in Venedig, Tonio Kröger, Zauberberg usw.
Die Unwiederbringlichkeit des Geschehenen und die Kraft der Reue: Nach einem rechtlich-moralisch belastenden Geschehen wirken die anderen Menschen als unschuldig und man beneidet sie, dass sie im Geschehenen nicht verwickelt sind.
Die Selbstbeherrschung als raffinierte Form einer Machterscheinung: Bei Frauen als Quelle der Tugend, bei Männern als Form der Attraktion!
Die iranische Frau als Weltgefühl, als unendliche Seinszärtlichkeit, als jene gefesselte Göttin, die nicht nur im Geburt aber auch im Tod schöpferisch ist und uns dabei an die Misere erinnert, in der das iranische Sein strampelt! Im Gedenken an das "blaue Mädchen", an die Frau im Feuer.
Die französische Kultur als eine in und von Paris, insbesondere von seinem Rive Gauche bestimmte institutionalisierte Hauptstadtkultur ist nicht nur eine peripherieerzeugende Zentrumskultur, sondern eine Kultur, die aufgrund einer in ihr verankerten weltstädtischen Allwissenheit sowie eines urteilenden Kategorisierungs- bzw. Anerkennungsdrangs jede Möglichkeit zu einer unbeteiligten und schöpfungsunentbehrlichen Beobachtung sowie Überraschung von vornherein ausschließt und das Individuum in ein Wiederholungsdiktat hineinwirft.   
Ein Armer versteht reiche Lebensverhältnisse, ein Reicher versteht hingegen arme Lebensverhältnisse nicht! Warum? Nicht, weil die Vernunft die Negation über ihre formallogische Betätigung hinaus und in ihrem spezifischen phänomenologischen Konkretum nicht denken kann, vom Nicht-Haben aus also das Haben zu denken möglich, vom Haben aus aber das Nicht-Haben zu denken eher unmöglich ist? Oder ich täusche mich: arme Lebensverhältnisse lassen sich nur vor reichen Lebensverhältnissen als Negation begreifen, sind sie aber an sich etwas und als etwas sind sie als gar keine Negation zu verstehen? Oder vielleicht begehe ich eine petitio principii und die Behauptung eines einseitigen Verständnisses erweist sich von vornherein als falsch, da Arme und Reiche zwei völlig unterschiedliche Welten sind, die sich nicht verstehen, die nur das Universale als Mindestgarant der Existenz miteinander teilen und deren mögliche Verbindung lediglich über die Zuneigung des einen und die Gleichgültigkeit (im besten Fall und in neuzeitlicher Form: die Solidarität) des anderen geht?

Die ganze Kunst der Liebe besteht in der Kontinuität, in der Fortsetzung des zweisamen Schicksals!